Das Daumendrücken von NBA-Star Dirk Nowitzki hat geholfen: Deutschlands Rollstuhlbasketballerinnen holen Gold in London

Die Mannschaft um Kapitän Marina Mohnen hat ihr erstes Paralympics-Gold seit 1984 gewonnen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki setzte sich im Endspiel gegen Australien nach einer starken Leistung mit 58:44 (26:19) durch. Vor dem Spiel hatte Nowitzki von den Dallas Mavericks dem Team über Nationalspielerin Edina Müller via Twitter viel Glück gewünscht: „Ich drück die Daumen."

Die Australierinnen, die im Halbfinale Peking-Sieger USA ausgeschaltet hatten, erwischten den besseren Start und führten schnell mit 10:4, ehe Deutschland zehn Punkte in Folge gelangen. Nachdem das Team aus Down Under zunächst den Kontakt hielt, setzte sich das Glinicki-Team Ende des zweiten Viertels erstmals ab und hielt den Vorsprung relativ konstant bei sechs bis acht Punkten und baute ihn in den letzten fünf Minuten dann entscheidend aus.

Die deutschen Herren beenden das paralympische Turnier auf dem sechsten Rang. Im abschließenden Match um Platz fünf unterlag der Vize-Europameister am Samstag Spanien klar und eindeutig mit 48:67 und fand dabei nie zu seiner zuvor gezeigten Form. "Die Art der Niederlage und der damit verbundenen sechste Platz täuscht ein wenig darüber hinweg, dass wir leistungstechnisch so dicht wie lang zuvor nicht mehr an den vier großen Nationen dran waren", so Bundestrainer Nicolai Zeltinger enttäuscht über den Abschluss der Wettkämpfen in der North Greenwich Arena, bei der das junge deutsche Team zuvor nur knapp am Halbfinaleinzug vorbeigeschrammt ist.

Einen würdigen Abschluss der Paralympics bot die Abschlussfeier am vergangengen Sonntag allemal. 80.000 Zuschauer im Stadion, 4200 Sportler und die Millionen am Fernseher sahen Stars wie Rihanna und Coldplay live performen. Tischtennis-Spieler Thomas Schmidtberger durfte diesmal die deutsche Fahne tragen.

Hannover United gratuliert den Deutschen Damen zur ersten Goldmedaille seit 1984.Ebenso den Herren zu einem guten 6. Platz und den hervorragenden Leistungen in der Gruppenphase.