United bleibt hinter eigenen Erwartungen zurück

Hannover United ließ am vergangenen Sonntagnachmittag die nächste Chance aus, den Klassenerhalt wieder etwas greifbarer zu machen. Gegen die Köln 99ers bliebt die Mannschaft, nach der starken Leistung vor Wochenfrist in Trier, diesmal deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück und musste eine 56:74-Heimniederlage hinnehmen.

Bereits in den ersten Szenen des Spiels war den Gastgebern anzumerken, dass jeder wusste, was auf dem Spiel steht und dass im Falle einer Niederlage der Abstieg in den letzten drei Punktspielen kaum noch zu verhindern sei. Einige überhastete Situationen sowie Unstimmigkeiten in der Verteidigung ließen die Gäste besser ins Spiel kommen. Einzig Tan Caglar hielt sein Team durch sieben Punkte in den ersten Minuten im Spiel. Dennoch lag die Mannschaft um Trainer Harald Fürup nach dem ersten Viertel bereits mit 10:16 im Hintertreffen.

Auch das zweite Viertel dominierten die Domstädter. Der niederländische Nationalspieler Jaap Smid war es dann, der in dieser frühen Phase nicht von den Niedersachsen in die Griff zu kriegen war und bereits seine Punkte 13 und 14 zum 24:10-Zwischenstand erzielte (13. Minute). In der Folge fing sich United dann wieder und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten ohne jedoch den Rückstand verkürzen zu können. So gingen beide Teams beim Stand von 23:37 in die Halbzeitpause.

Nach der Ansprache von Trainer Fürup kam seine Mannschaft dann hellwach und hoch motiviert aus der Kabine. Bis zum 31:41 kämpfte sich United heran, doch ein 13:0-Lauf der 99ers in den letzten vier Minuten des dritten Viertels ließ alle Hoffnung auf eine Wende im Spiel platzen. Während dieser Phase ließ United einige hochkarätige Chance liegen. Somit war die Vorentscheidung bereits vor dem letzten Viertel gefallen (31:54, 30. Minute).

Doch trotz der besiegelten Niederlage kämpfte Hannover weiter. Einerseits durch die nun nachlassende Verteidigung der Gäste, anderseits durch eine nun bessere Trefferquote konnte United wenigstens das letzte Viertel für sich entscheiden und etwas Ergebniskosmetik betreiben. Endstand 56:74.

„Es ist wirklich extrem schade. In unserer Mannschaft steckt so viel Potenzial, doch leider können wir es nie in den entscheidenden Spielen abrufen. Diese Kritik müssen wir so annehmen und die Saison so gut es geht zu Ende bringen. Wer weiß vielleicht sind wir ja nochmal für ne Überraschung gut", so der enttäuschte United-Sprecher Martin Kluck nach der Partie.

Am kommenden Wochenende haben die Leinestädter nun spielfrei, ehe es am 19.2. mit dem Heimspiel gegen das RSB Team Thüringen weiter geht.

Für United spielten: Andrea Seyrl (n. e.), Nico Röger (4 Punkte), Felix Heise (3), Martin Kluck (25), Niko Kavazis, Eike Gößling, Tan Caglar (17), Kosta Tsatsoulis, Thomas Schröder (1), Kai Möller (2) und Michael Möllenbeck (4).