Der Meister ist weiterhin mehr als eine Nummer zu groß

Spieltag10Am vergangenen Sonntag trafen die Rollstuhlbasketballer von Hannover United bereits zum dritten Mal in dieser Saison auf den RSV Lahn-Dill, seines Zeichens amtierender Deutscher Meister und Pokalsieger. Auch bei diesem Aufeinandertreffen kam nie ein Zweifel auf, wer am Ende als Sieger das Feld verlassen würde. Am Ende stand eine mehr als deutliche 34:96-Niederlage für die Hannoveraner zu Buche.

Direkt von Beginn an setzten die Mittelhessen die Gastgeber enorm unter Druck. Vor allem in der Offensive agierten die Gäste, die seit einigen Wochen erstmals wieder mit ihrer etatmäßigen ersten Fünf auffuhren, höchst effektiv. Nach der Genesung der Finnen Mina Mojtahedi, auf die Erfolgscoach Nicolai Zeltinger in den vergangenen Wochen verzichten musste, nutze dieser die Viertel eins und drei, um seiner Starting Five für die heiße Saisonschlussphase ihren Rhythmus finden zu lassen. Doch auch in den anderen zwei Vierteln gelang es der Mannschaft um den United-Trainer Harald Fürup nie das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Immer wieder nutzten die Gäste die Lücken in der Hannoveraner Abwehr oder trafen, wenn die Verteidigung gut stand, hochprozentig aus der Distanz. Für die Gastgeber, die im Angriff nie wirklich ins Spiel fanden, gab es nur selten Szenenapplaus der gut 150 Zuschauer in der Misburger Sporthalle.

„Der RSV hat heute wieder einmal gezeigt, warum sie im Deutschen Rollstuhlbasketball das Maß aller Dinge sind. Sie verstehen es einfach wie keine andere Mannschaft, trotz eines großen Vorsprungs die Konzentration und den Druck auf den Gegner über 40 Minuten hoch zuhalten. Deshalb ist ein solches Endergebnis überhaupt möglich", so der United-Sprecher Martin Kluck nach dem Spiel. „Und dabei kann ich nicht einmal sagen, dass wir heute schlecht gespielt haben. Lahn Dill ist nun mal eine Klasse für sich. Da lohnt es sich nicht zu hadern. Stattdessen blicken wir lieber nach vorne und konzentrieren uns auf die Aufgaben der kommenden Wochen."

Für United spielten: Nico Röger, Andrea Seyrl (nicht eingesetzt), Felix Heise (2), Martin Kluck (4), Niko Kavazis, Eike Gößling (n. e.), Tan Caglar (11), Kosta Tsatsoulis, Thomas Schröder (4), Michael Möllenbeck und Kai Möller (13).